MYOCARE
Das MyoCare Integrationsmodell
Eine funktionelle Einheit.
CODONIS MyoCare basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Der menschliche Körper funktioniert als ein zusammenhängendes System. Atmung, Zungenhaltung, Gesichtswachstum und Körperhaltung sind eng miteinander verbunden Systeme.
Drei Säulen für einen kontinuierlichen neuromuskulären Regelkreis.
Die drei Säulen erklärt
Grundprinzipien
Die Nasenatmung unterstützt eine optimale Sauerstoffversorgung und die Bildung von Stickstoffmonoxid in den Nasennebenhöhlen. Dadurch werden Sauerstoffaufnahme, Erweiterung der Atemwege, allgemeine Atmungseffizienz und kraniofaziales Wachstum gefördert.
Eine Verengung der Atemwege zwingt den Körper in kompensatorische Überlebensmuster.
Schlafqualität, Schnarchen und Konzentrationsfähigkeit hängen von stabilen Atemwegen ab.
Mundatmung beeinträchtigt das kraniofaziale Wachstum, die Zungenhaltung, die Gesichtsentwicklung und die Schlafqualität.
Eine Verengung der Atemwege durch Allergien, vergrösserte Mandeln, ein verkürztes Zungenband oder einen Nasenklappenkollaps zwingt den Körper in kompensatorische Überlebensmuster.
Schlafqualität, Schnarchen und Konzentrationsfähigkeit hängen von stabilen Atemwegen ab.
Warum es wichtig ist
Funktionsfähige Atemwege sind der erste Schritt zur Wiederherstellung der Homöstase.
Die Atemwege haben Einfluss
- Auf die Zungenruhelage
- Auf das Wachstum des Ober- und Unterkiefers
- Konstante Mundoffenhaltung , trockene Lippen und basale Zungenlage
Eingeschränkte Atemwege reduzieren die Sauerstoffaufnahme und beeinträchtigen die Schlafqualität. Dies kann zu Tagesmüdigkeit, verminderter kognitiver Leistungsfähigkeit und erhöhtem Blutdruck führen.
Anzeichen einer Funktionsstörung
Mundatmung
Anhaltend offene Mundhaltung, trockene Lippen und eine tiefe Zungenlage.
Weist auf einen reduzierten Luftstrom durch die Nase und ein kompensatorisches Atemmuster hin.
Schnarchen, unruhiger Schlaf oder Tagesmüdigkeit.
Häufig verbunden mit einem Zurücksinken der Zunge oder einem schwachen Tonus der orofazialen Muskulatur.
Schmaler Oberkiefer, hoher Gaumen oder zurückliegender Unterkiefer.
Eingeschränkte Atemwege beeinflussen die kraniofaziale Entwicklung
SÄULE 1
Atemwege
Die Grundlage jeder Funktion
Freie, offene Atemwege bilden die Grundlage jeder wesentlichen Funktion – Atmung, Schlaf, Wachstum, Kognition und emotionale Regulation. Werden die Atemwege eingeschränkt, kompensiert der Körper dies unmerklich durch veränderte Atemmuster, Muskelverspannungen und Haltungsveränderungen wie Mundatmung, eine nach vorne verlagerte Kopfhaltung und eine flache Atmung im oberen Brustkorb.
Dieses ineffiziente Atemmuster führt zu Fehlatmung, einem reduzierten Sauerstoffniveau und einer schlechteren Schlafqualität. Dies kann zu Tagesmüdigkeit, kognitivem Leistungsabfall, erhöhtem Blutdruck und einem höheren Risiko für obstruktive Schlafapnoe (OSA) beitragen.
Grundprinzipien
Die Zungenhaltung beeinflusst das kraniofaziale Wachstum: Eine am Gaumen ruhende Zunge erweitert den Oberkiefer und unterstützt die Nasenatmung.
Die Zunge wirkt als Stabilisator: Sie stabilisiert den Unterkiefer, die Halswirbelsäule und das Zungenbeinsystem.
Mobilität ermöglicht Funktion: Eine eingeschränkte oder schwache Zunge kann effizientes Schlucken, Sprechen und Atmen nicht ausreichend unterstützen.
Der Gaumen wird von innen geformt: Eine korrekte Zungenruhelage erweitert den Zahnbogen und unterstützt das Volumen der Atemwege.
Eine tiefe Zungenlage ist ein Kompensationsmuster: Sie entsteht häufig als Folge eingeschränkter Atemwege, von Allergien oder strukturellen Einschränkungen.
Warum es wichtig ist
Die Zunge ist der zentrale Stabilisator des orofazialen Systems. Ist sie schwach, liegt sie basal oder ist ihre Beweglichkeit eingeschränkt, versucht das gesamte System dies zu kompensieren.
Mundatmung führt zu einer fehlerhaften Zungenhaltung. Ist die Zungelage basal oder nicht am Gaumen, wird das natürliche Stützsystem des Gesichts beeinträchtigt. Eine basale Zungenlage kann dazu führen, dass sich das Mittelgesicht absenkt, das Kinn nach unten und hinten dreht und die Kiefergelenke stärker belastet werden.
Eine unphysiologsche Zungenhaltung beeinträchtigt nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch die Funktion. Die orofaziale Muskulatur verliert ihr natürliches Gleichgewicht, das Schlucken wird ineffizient und der Biss instabil. Dies kann zu Schnarchen, verstopfter Nase, Kopfschmerzen, Gesichtsverspannungen und Kiefergelenksbeschwerden führen.
Anzeichen einer Funktionsstörung
Basale oder vorgelagerte Zungenruhelage: Die Zunge ruht auf dem Mundboden oder liegt am Kinn anstatt am Gaumen.
Zungenvorstoss beim Schlucken: Die Zunge drückt während des Schluckens nach vorne gegen oder zwischen die Zähne.
Schmaler Zahnbogen und hoher Gaumen.
Sichtbares Zahnfleisch oder ein angestrengtes Lächeln.
Offener Biss, Protrusion und unbehandelt ein mögliches kieferorthopädisches Rezidiv.
Kinn- oder Nackenverspannungen, Körperfehlhaltung, eine nach vorne verlagerte Kopfhaltung oder angespannte Lippen beim Sprechen oder in Ruhe.
Kompensatorische Gesichts- oder Kopfhaltung: Zeigt den Versuch des Körpers, die Atemwege und das Schlucken zu stabilisieren, wenn die Zungenruhelage unphysiologisch ist.
SÄULE 2
Zunge
Das Haltungsorgan des Gesichts
Die Zunge ist das gustatorische Sinnesorgan und beteiligt sich an den Funktionen Kauen, Saugen, Schlucken. Die menschliche Zunge ist gleichzeitig auch ein wichtiger Bestandteil in der Sprachbildung. Sie ist jedoch weit mehr als nur ein Muskel – sie bildet ein Haltungssystem, das den Gaumen formt, die Atemwege unterstützt und Kopf und Nacken stabilisiert. Ihre Ruheposition beeinflusst, wie das Gesicht wächst, wie wir atmen und wie sich der Körper organisiert.
Physiologische Zungenruhelage: Die Zungenspitze ruht direkt hinter den oberen Schneidezähnen, während der Zungenkörper sanft gegen den harten Gaumen drückt. Die Lippen bleiben geschlossen, die Zähne bleiben leicht voneinander entfernt und die Atmung erfolgt natürlich durch die Nase.
Grundprinzipien
Der Lippenschluss erhält den intraoralen Druck und unterstützt eine effiziente Nasenatmung.
Ein ausgeglichener Lippentonus stabilisiert den Unterkiefer und trägt zur Gesichtssymmetrie bei.
Ein unzureichender Lippenschluss führt zu kompensatorischer Muskelaktivität und einer veränderten Zungenruhelage.
Die Lippenkompetenz ist ein Indikator für neuromuskuläres Gleichgewicht und funktionelle Reife.
Die Wiederherstellung des Lippenschlusses verbessert die orofaziale Koordination und unterstützt langfristige Rehabilitationsergebnisse.
Warum es wichtig ist
- Ein stabiler Lippenschluss ist entscheidend für die Förderung der Nasenatmung, die Erhaltung des myofunktionellen Gleichgewichts und die Optimierung der Rehabilitationsergebnisse.
- Der Lippenschluss unterstützt den intraoralen Druck, die Nasenatmung, die Funktion des orofazialen Systems. verbessert die Effizienz der Atmung
- Ein unzureichender Lippenschluss verändert die muskulären Aktivierungsmuster. Dies führt zu einer kompensatorischen Zungenruhelage und einer beeinträchtigten orofazialen Koordination.
Ein stabiler Lippenschluss zeigt die neuromuskuläre Integration zwischen Atemwegs- und Zungensystem und unterstützt die funktionelle Harmonie sowie die Rehabilitationsergebnisse.
Der Lippenschluss ist der sichtbare Ausdruck orofazialer Harmonie.
Anzeichen einer Funktionsstörung
Habituell offene Mundhaltung: Die Lippen bleiben in Ruhe geöffnet, häufig begleitet von trockenen Lippen oder sichtbaren Zähnen, Long face.
Führt zu einem veränderten Gesichtswachstum und einer verminderten Effizienz der Nasenatmung.
Übermässige Anspannung des Kinnmuskels oder des Mundringmuskels, um die Lippen geschlossen zu halten.
Verursacht Verspannungen im Kinn und unteren Gesichtsbereich sowie sichtbare Grübchen oder eine «Orangenhautstruktur».
Schnarchen, Speichelfluss oder Mundtrockenheit während des Schlafs.
SÄULE 3
Lippenschluss
Der Stabilisator der Funktion
Ein funktioneller Lippenschluss ist entscheidend für die orofaziale Stabilität und eine effiziente Nasenatmung. Die Lippen bilden die vordere Begrenzung der Mundhöhle und unterstützen die Nasenatmung, die Zungenhaltung sowie einen ausgeglichenen Muskeltonus im gesamten orofazialen System.
Bei insuffizienter oder fehlender Lippenkompetenz entstehen Kompensationsmuster wie Mundatmung, verändertes Schlucken, Gesichtsverspannungen, Fehlhaltungen der Wirbelsäule welche die gesamte funktionelle Harmonie beeinträchtigen.
Grundprinzipien
Eine ausgeglichene Aktivierung der orofazialen Muskulatur unterstützt effizientes Atmen, Schlucken und eine klare Artikulation.
Die neuromuskuläre Koordination zwischen Lippen, Zunge und Gesichtsmuskulatur fördert funktionelle Stabilität und Gesichtssymmetrie.
Myofunktionelle Harmonie verbessert die orale Funktion und trägt zu einer optimierten kraniofazialen Dynamik bei.
Dysfunktionale Muskelmuster entstehen häufig als Kompensation für eingeschränkte Atemwege oder eine eingeschränkte Zungenbeweglichkeit.
Die Wiederherstellung der Harmonie im orofazialen System unterstützt eine langfristige funktionelle Rehabilitation.
Warum es wichtig ist
Myofunktionelle Harmonie bestimmt, wie wirkungsvoll das orofaziale System seine grundlegenden Aufgaben erfüllt – Atmen, Schlucken, Stimmgebung und Sprechen. Ist die Muskelkoordination gestört, entstehen Kompensationsmuster, welche die orale Effizienz und das Gleichgewicht des Gesichts beeinträchtigen. Ein harmonisches orofaziales System fördert eine effiziente Funktion, erhöhten Komfort und nachhaltige Ergebnisse der funktionellen Rehabilitation.
Wohin myofunktionelle Disharmonie führt
- Ineffiziente Atem- und Schluckmuster aufgrund einer unkoordinierten Aktivität der orofazialen Muskulatur.
- Gesichtsverspannungen, Asymmetrien und verminderter oraler Komfort durch kompensatorische Muskelanspannung.
- Beeinträchtigte Artikulation und verminderte Sprachverständlichkeit aufgrund einer gestörten Koordination zwischen Zunge und Lippen.
- Habituelle Mundatmung und eine ungünstige Zungenruhelage, welche Gesichtsentwicklung, Atemwege und eine ausgeglichene Körperhaltung beeinträchtigen.
Sind die Atemwege eingeschränkt oder liegt die Zunge basal, beginnt der Körper zu kompensieren. Dadurch wird die myofunktionelle Harmonie gestört.
Myofunktionelle Harmonie
Die Integration der Funktion
Myofunktionelle Harmonie zeigt sich im koordinierten Zusammenspiel der orofazialen Muskulatur, welche Atmung, Schlucken und Sprechen unterstützt. Wenn dieses System im Gleichgewicht funktioniert, arbeiten Lippen, Zunge und Gesichtsmuskulatur synergetisch zusammen. Effiziente orale Funktionsmuster unterstützen eine stabile Gesichtsdynamik, und tragen zur aufrechten Körperhaltung bei.
Wird diese Harmonie durch eingeschränkte Atemwege, eine tiefe Zungenlage oder ungünstige orale Gewohnheiten gestört, entstehen kompensatorische Muskelaktivität, ineffizientes Schlucken und eine verminderte orofaziale Koordination.
Integration von Atemwegen, Zunge und myofunktioneller Harmonie
Als miteinander verbundene Elemente
und integrierte Bestandteile eines Ganzen
Eine optimale orofaziale Funktion entsteht durch das koordinierte Zusammenspiel von stabilen Atemwegen, Physiologischer Zungenruhelage und myofunktioneller Harmonie. Gemeinsam bilden sie die neuromuskuläre Grundlage des orofazialen Systems. Wenn diese Bereiche synchron funktionieren, verbessern sie Atmung, Schlucken und Sprechen und unterstützen gleichzeitig die strukturelle Integrität sowie die funktionelle Rehabilitation.
Dieses integrierte Gleichgewicht stellt natürliche Bewegungsmuster, Gesichtssymmetrie, Lippenschluss und die gesamte orofaziale Koordination wieder her – entscheidende Voraussetzungen für eine langfristige funktionelle Genesung.
Codonis One
Der grundlegende myofunktionelle Trainer
CODONIS ONE ist unsere grundlegende orale Apparatur für die orofaziale und myofunktionelle Therapie. In der Schweiz entwickelt und hergestellt, unterstützt sie im Rahmen eines angeleiteten Therapieprogramms den korrekten Lippenschluss, die Nasenatmung und eine ausgeglichene Funktion der orofazialen Muskulatur.
Codonis ORB
Fortschrittliches Gerät für die orofaziale Therapie
CODONIS ORB ist unser komplexes Gerät für orofaziale und myofunktionelle Therapie. Es richtet sich an Anwenderinnen und Anwender mit einem vielschichtigen Erscheinungsbild, die ausschliesslich unter fachlicher Begleitung einen umfassenden Behandlungsplan verfolgen.